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Wer hat einen Organspende Ausweis?

Der Organspende Ausweis ist ein Dokument, das nicht jeder Mensch bei sich trägt. Es gibt sogar Gegner, die sich vehement dagegen wehren, dass die Organspende als solche endlich ein fest etablierter Teil der Gesellschaft wird. Man hat Horror Bilder vor Augen, wenn es um das Thema geht, verursacht durch Krimis, aber auch echte Fakten, die das Thema schlechtmachen. Menschen werden entführt und ermordet, nur, um an ihre Organe zu kommen. Außerdem gibt es ja überhaupt keine Gewähr, selbst als Träger des Spendenausweises selbst ein Organ zu bekommen, wenn man lebensbedrohlich erkrankt ist. Diese und andere Argumente schrecken immer noch Menschen ab, sich diesen Ausweis zu besorgen, obwohl man wirklich Leben retten könnte.

Sich mit dem Organspende Ausweis zu befassen, bedeutet immer auch, sich mit dem eigenen Tod zu beschäftigen. Dieses Thema weisen die meisten Menschen am liebsten ganz weit von sich. Es zeugt aber von Verantwortung, sich Gedanken darüber zu machen, was passiert, wenn man einmal sterben muss. Die Angst, dass lebenserhaltende Maßnahmen nicht mehr vorgenommen werden, nur um ein Organ zu bekommen, ist gänzlich unbegründet. Mehrere voneinander unabhängige Tests müssen den Hirntod eines Menschen, zum Beispiel nach einem Unfall, bestätigen, bevor eine Entnahme überhaupt zum Thema werden kann.

Bei einem Patienten, der keinen Organspende Ausweis bei sich trägt, entscheiden die Angehörigen, wie mit den sterblichen Überresten verfahren wird. Hier sollte respektiert werden, wie der Verstorbene selbst über das Thema Organspende gedacht hat. Das bedeutet, dass die Verwandten akzeptieren müssen, wenn der geliebte Mensch die Organspende nicht befürwortete, auch wenn sie selbst einen Ausweis besitzen. Anders herum muss aber auch geduldet werden, dass der Tote Organspende für gut befand, wenn man selbst ein Gegner dieser Praktik ist. Einen Menschen zu verlieren, ist immer schlimm. Auch der eigene Tod ist ein Thema, über das man ungern nachdenkt. Dennoch sollte man für sich eine klare Entscheidung treffen, was die Spende von Nieren, Herz, Hornhaut und anderen Organen betrifft. Ja oder nein – das ist die eigene Entscheidung. Nur das „Vielleicht“ macht Probleme, die nicht sein müssten.

Mehr Rechte für ledige Väter

Bisher durfte der Vater von unehelichen Kindern bezahlen und mehr nicht. Zumindest war es so geregelt, dass die Mutter in den meisten Fällen das alleinige Sorgerecht und das Aufenthaltsbestimmungsrecht innehatte und dem Vater hier alles verwehren konnte, was er verlangte. Vor allem für jene Erzeuger, die gerne Kontakt zu ihren eigenen Kindern aufrecht erhalten hätten, mit der Mutter aber im Streit lebten, bedeutete dies, sich die Türe vor der Nase zuschlagen lassen zu müssen und – wenn überhaupt – ein Besuchsrecht nur auf gerichtlichem Wege erstreiten zu können.

Dieser Zustand wurde als nicht mehr tragbar angesehen. Kinder haben ein Recht auf ihre Väter, auch wenn die Mutter das oftmals anders sieht. Das erste Urteil in dieser Sache stammt vom Gerichtshof für Menschenrechte in Europa. Basierend auf dieser Entscheidung sprach auch das Bundesverfassungsgericht nun den ledigen Vätern mehr Rechte zu. Nicht mehr die Mutter alleine soll nun entscheiden können, ob und wie viel beziehungsweise in welchem Ausmaß der Vater Kontakt zu seinem Nachwuchs halten darf. Diese Entscheidungen wurden nämlich in sehr vielen Fällen aus Willkür und persönlicher Enttäuschung, zum Beispiel nach dem Scheitern der Beziehung nach einem Seitensprung des Partners, getroffen. Ein gemeinsames Sorgerecht musste sogar von der Mutter ausdrücklich erlaubt werden, sonst hatte der Vater hier keine Chancen.

Man sieht es als eine Diskriminierung der Väter an, hier überhaupt kein Mitspracherecht zu haben. Auch die betroffenen Kinder werden in einer gewissen Weise diskriminiert, weil sie erst mit dem Erreichen der Volljährigkeit die Möglichkeiten haben, sich der Mutter zu widersetzen und Kontakt zum Vater aufrecht zu erhalten. Dabei gehen wichtige Jahre verloren. Erhebliche Gründe, die gegen einen Kontakt zum Vater sprechen, sind von diesen Urteilen natürlich unberührt. Es muss sich einiges ändern in Deutschland. Das sehen alle Beteiligten so. An der Regierung liegt es nun, ein neues Gesetz in dieser Sache zu verabschieden.