Archiv der Kategorie ‘Politisches‘

 
 

Adolf Sauerland: Das politische Aus ist besiegelt

Noch immer sitzt der Schock selbst bei unbeteiligten Bürgern sehr tief. Die Love Parade mit ihrem schrecklichen Ausgang hat ihre Spuren hinterlassen. Aus der ausgelassenen Techno Parade wurde ein Desaster, verursacht durch Selbstüberschätzung, Gleichgültigkeit und absolute Fehlplanung seitens der Organisatoren. Zu diesen Organisatoren gehört auch Oberbürgermeister Adolf Sauerland, dem als einzig logische Konsequenz schon von vielen Seiten der Rücktritt nahe gelegt wurde. Sein Kopf soll rollen, zumindest auf politischer Ebene wird es für den bisher beliebten OBM kein Land mehr geben, auf dem er sich aufhalten kann. Nicht einmal aus den eigenen Reihen in der CDU erhält der Bürgermeister noch Rückendeckung. Noch vehementer fordern die anderen Parteien seinen Rücktritt.

Diesen Rücktritt weist Adolf Sauerland mit aller Kraft von sich. Er wird niemals selbst seinen Stuhl räumen. Allerdings zeigte er sich bereit, sich dem Verfahren der Abwahl zu stellen. Die Gründe dafür liegen auf der Hand. Würde Sauerland in seiner Funktion als Oberbürgermeister zurücktreten, hätte das die Folge, dass er keine Altersbezüge aus dieser Position erhalten würde. Das wäre in finanzieller Hinsicht ein Debakel für den Mann, der ansonsten nur die Rente aus seiner Laufbahn als Berufsschullehrer hätte, die er aber nur 20 Jahre ausübte. Hier ist zudem noch nicht ganz sicher, ob er diese Rente überhaupt erhalten würde. Bei einer Abwahl bekommt der Politiker die vollen Altersbezüge. Das allein macht wohl die Entscheidung fest, dass Sauerland nicht daran denkt, aus freien Stücken seinen Stuhl zu räumen, sondern sich dem Abwahlverfahren zu stellen. Der Druck auf den Politiker ist sehr groß, auch wenn er sicherlich nicht der einzige Verantwortliche für die Toten und Verletzten, die Trauer und das Entsetzen der letzten Love Parade in der Geschichte war.

Rauchverbot im Bierzelt: wird es eingehalten?

Seit dem ersten August 2010 gilt offiziell das Rauchverbot in Bayern. Aber nicht jeder ist sich so sicher, ob das Rauchverbot in den Bierzelten wirklich eingehalten werden kann. Viele Raucher haben sich bestimmt nicht darüber gefreut, letztendlich zu ihrer Maß keine Zigarette mehr rauchen zu dürfen. Zu viele Nichtraucher haben abgestimmt, und zwar für das Rauchverbot. Gerade jetzt zur Festzeit kommt immer wieder die Frage auf, ob die Polizei und die Sicherheitskräfte bei zu vielen Rauchern überhaupt noch durchgreifen können. Man kann es sich kaum vorstellen, dass sich jeder an das Rauchverbot halten wird. Aber trotzdem berichten die Zeitungen nach dem ersten rauchfreien Tag auf den Festen Positives. Die Laune habe nicht darunter gelitten und das Rauchverbot wurde akzeptiert.

Ob das nun wirklich so ist, dass das Rauchverbot schon akzeptiert wurde, das kann man mit Sicherheit in Frage stellen. Denn besonders für die schon etwas ältere Generation ist es eine Belastung, immer wieder nach draußen zu gehen, um rauchen zu können. Für unerfahrene Nichtraucher ist das wohl eine klare Sache, denn sie sagen dann nur, dass sie dann doch nicht rauchen sollen und sie dann auch nicht aufstehen müssten. Doch die alte Generation ist es seit Jahren gewohnt, überall rauchen zu dürfen. Ihr ganzes Leben lang war dies kein Thema und heute wird das Rauchverbot eingeführt, so kann man sich auch darauf einstellen, dass der eine oder andere der älteren Generation nicht einsehen wird, zum Rauchen nach draußen zu gehen, was auch ein wenig mit Verständnis behandelt werden muss.

Trotzdem müssen die Wirte darauf bestehen, dass in ihren Bereichen nicht geraucht wird, denn für den Wirt bedeutet das Strafen von fünf bis zu tausend Euro, bei bestimmten Fällen kann sogar die Konzession eingezogen werden. In München zum Beispiel gibt es schon sechzig Kontrolleure, die für 8000 Kneipen Aufsicht halten. So müssen die Wirte immer auf der Hut sein, denn schon ein Raucher kann eine Menge Geld kosten.