Der deutsche Maschinenbau boomt
Das Jahr 2009 steckt der deutschen und auch der internationalen Wirtschaft immer noch in den Knochen. Die Branchen verzeichnen unterschiedlichen, aber immerhin messbaren Aufschwung. Am besten sind die Zahlen im Maschinenbau, vor allem in Deutschland. Es hatte die Unternehmen aus diesem Sektor der Wirtschaft nach und nach alle erwischt: Ausbleibende Aufträge, Kurzarbeit, Umsatzeinbußen. Die Talsohle war erschreckend und viele mussten um ihren Arbeitsplatz bangen. Ratlosigkeit bei den Unternehmern, Angst bei den Arbeitnehmern: Wie sollte das noch weitergehen? Alles andere als ein Grund zum Jubeln waren die Auslastungsberichte der Unternehmen, die zum Teil auf 70 und weniger Prozent sanken. Die Bücher und Bilanzen sahen entsprechend mager aus.
Irgendwie geschah es dann ganz von selbst, dass die Konjunktur wieder anschob und zwar auch im Maschinenbau, einem immerhin sehr wichtigen deutschen Wirtschaftsfaktor. Vergleicht man die Zahlen zwischen 2009 und 2010, ist ein durchschnittliches Auftragsplus von mehr als sechzig Prozent zu verzeichnen, was die Lage deutlich besser macht und auch die Aussichten auf betriebsbedingte Kündigungen nahezu vom Tisch fegt. Sowohl im Inland, als auch, was die Bestellungen aus dem Ausland betrifft, ist man wieder auf einem deutlich positiven Kurs. Besonders hoch im Kurs stehen bei den Kunden die Antriebssysteme für die immer mehr gebauten Windkraftwerke. Ein Blick auf andere Industrienationen in der Welt lässt erkennen, dass der Aufschwung in der Konjunktur überall bemerkbar ist; einmal mehr, einmal weniger kann man an alte Erfolge anknüpfen und so die Firmen wieder in positive Umsatzbereiche und Gewinnzonen bringen. Hier sind nicht die USA, wie eigentlich zu erwarten, die Sieger nach der Krise, sondern die asiatischen Staaten, allen voran China und Indien.