Fußpflege ist für Diabetiker sehr wichtig
Diabetiker, die schon eine gewisse Zeit an dieser Stoffwechselerkrankung leiden, bekommen es beinahe zwangsläufig auch mit Durchblutungsstörungen zu tun. Diese zeigen sich vor allem an den Gliedmaßen, weniger an den Händen, sondern viel früher schon an den Füßen und in den Beinen. Die Folge ist unter anderem, dass eine Verletzung am Fuß oft nicht heilen will. Nach langen Wochen der Therapieversuche, zum Beispiel durch Antibiose, durch Reinigen und immer wieder neu verbinden, steht dann fest: Der Zeh oder gar der Fuß kann nicht mehr gerettet werden und muss amputiert werden. Dies wünscht sich niemand, deswegen muss nach der Diagnose Diabetes alles für einen vernünftigen Blutzuckerspiegel getan werden. Hier liegt das Hauptaugenmerk der Behandlung, denn nur so lassen sich die Folgeerkrankungen, wie eben die heimtückischen Durchblutungsstörungen, vermeiden.
Vernachlässigt werden die Füße dennoch sehr oft, auch wenn sie nicht das Wichtigste bei der Zuckerkrankheit sind. Eine ordentliche Fußpflege vermeidet die Gefahr, dass sich Schrunden bilden, die aufreißen können. Hornhaut, die falsch zugeschnitten oder abgehobelt wird, ist eine große Gefahr: Blutet eine Wunde am Fuß, muss sie auch wieder heilen. Bestehen nun schon Durchblutungsstörungen, hat man im schlimmsten Fall mit seinem Hornhauthobel oder auch durch schnödes Nichtstun den Verlust der Gliedmaße selbst zu verantworten. Die Nägel vorsichtig zurückzuschneiden, die Füße regelmäßig eincremen und alle paar Wochen zu einer medizinischen Fußpflege zu gehen: So schützt man seine Füße am besten. Ein Diabetiker hat übrigens Anspruch auf Zuzahlung von der Krankenkasse, wenn er die Fußpflege in professionelle Hände gibt. Wechselbäder, Massagen, Lymphdrainage und vieles mehr kann helfen, die Durchblutung anzukurbeln – und natürlich ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Zuckermessen, Essen und Spritzen.